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Akne
Was ist Akne?

Akne wird als Sammelbegriff für Hauterkrankungen verwendet, die sich im Bereich des Haarfollikels und der Talgdrüsen manifestieren. Die Akne mit ihren charakteristischen Pickeln, Papeln und Pusteln zeigt sich dabei vorwiegend im Gesicht, Brust- und Rückenbereich. Je nach Form der Akne können aber auch die Gesäß-, Genital- und Leistenregion sowie die Achseln befallen sein. Die häufigste Form der Akne ist die gewöhnliche Akne, die auch als Acne vulgaris bezeichnet wird. Sie tritt bei der Mehrzahl der Betroffenen während der Pubertät auf, kann aber generell jede Altersklasse betreffen. Verantwortlich für eine Akne sind vorwiegend hormonelle Veränderungen bzw. eine vermehrte Ausschüttung des männlichen Sexualhormons Testosteron.

 

Diagnose Akne

Die Diagnose Akne bedarf in der Regel keiner weiterführender diagnostischer Maßnahmen. Schon durch die Anamnese und eine Sichtkontrolle der betroffenen Körperregionen kann sich der Anfangsverdacht Akne bestätigen. Um eine eventuell vorhandene Grunderkrankung, das kann neben einer Hormonstörung auch eine Störung des Stoffwechsels sein, auszuschließen, ist eine gründliche körperliche Untersuchung für die Diagnose sehr wichtig. In einigen Fällen, vor allem, wenn es sich um stark ausgeprägte Entzündungsherde handelt, kann eine zusätzliche Blutuntersuchung und ein Abstrich sinnvoll sein. Vor allem bei Patienten, die sich nicht in der Pubertät befinden, sollten zur Diagnose die Blutwerte – und hier vor allem der Hormonspiegel – kontrolliert werden.

Therapie Akne

Eine leichte Akne kommt in der Regel ohne eine spezielle Therapie aus, bedarf aber dennoch einer gründlichen, vor allem milden Pflege. In schweren Fällen sollte unbedingt ein Facharzt zurate gezogen werden, da es zu einer Vernarbung der Haut kommen kann. Zur Therapie der Akne steht dem Dermatologen dabei ein breites Repertoire an Möglichkeiten zur Verfügung. Diese können von einer rein äußerlichen Therapie bis hin zur Einnahme von stark auf die Talgproduktion wirkenden Medikamenten, aber auch antibiotika- und kortisonhaltigen Präparaten reichen. In schweren und schwersten Fällen der Akne ist in der Regel eine Kombination aus innerlicher und äußerlicher Therapie sinnvoll.

 

Um die Akne kursieren viele hartnäckige Gerüchte, die sich mit dem entsprechenden Wissen schnell ausräumen lassen. So ist der Irrglaube Akne entstünde durch mangelnde Körperhygiene keineswegs haltbar, hält sich als Mythos jedoch sehr hartnäckig. Auch eine mögliche Ansteckung bei einem Akne-Patienten z. B. durch Berührung ist ausgeschlossen. Wissenswert ist zudem die Tatsache, dass ein eigenständiges Ausdrücken der Pickel und Mitesser nicht zu einer Verbesserung der Akne führt, sondern diese ggf. massiv verschlechtern kann. Häufig wird durch unsachgemäßes Ausdrücken eine Narbenbildung provoziert. Bei starkem Druck auf den Pickel kann nämlich schnell der Haarkanal bzw. die Talgdrüse selbst zerstört werden und infolgedessen vernarben.

Was ist Akne?

Die Bezeichnung Akne leitet sich vom altgriechischen Wort Akme ab, was so viel wie Reife bzw. Höhepunkt bedeutet. In der Medizin steht das altgriechische Wort für den Höhepunkt einer Krankheit. Akne wird als medizinischer Sammelbegriff für diverse Erkrankungen von Haarfollikeln bzw. Talgdrüsen verwendet, die vorwiegend bei Jugendlichen auftritt. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine harmlose Hauterkrankung, die sich in Form von Pickeln und Mitessern vornehmlich im Gesicht, auf Schultern, Brust und Rücken zeigt. Die Akne ist eine Folge übermäßiger Talgproduktion, wodurch die Talgdrüsen verstopfen und sich im Anschluss entzünden können. Für die Akne kommen unterschiedliche Ursachen infrage, je nachdem, um welche Form der Akne es sich handelt.

Akne unter der Lupe

Bei einer Akne kann sowohl der Talgdrüsenapparat als auch der Haarfollikel, auch Haarbalg genannt, betroffen sein. Häufig finden durch hormonelle Umbauarbeiten des Körpers übermäßige Talgproduktionen statt. Diese führen zu einer Störung der Verhornung im Talgdrüsenausgang, was als sogenannter Mitesser (Komedo) zu erkennen ist. Entzündet sich ein solcher Mitesser, entwickelt sich daraus ein Pickel, eine Pustel oder Papel.

In den meisten Fällen sind die Talgdrüsenfollikel betroffen, die sich primär im Gesicht sowie an Rücken und Brust befinden. In wenigen Fällen betrifft die Akne auch Terminal- bzw. Vellushaarfollikel. Terminalhaar bezeichnet die Behaarung der Kopfhaut, der Brauen und der Wimpern, während das Vellushaar die Körperbehaarung bis zur Pubertät benennt. Die Talgproduktion tritt i. d. R. bei Männern häufiger auf, denn sie wird durch die männlichen Geschlechtshormone (Testosteron) stimuliert. Trotzdem können auch Mädchen und Frauen übermäßig betroffen sein.

Akne bei Kindern und Jugendlichen

Akne ist keine Erscheinung, die ausschließlich in der Pubertät auftritt, obschon sich dieser Lebensabschnitt am häufigsten mit der sogenannten Acne vulgaris arrangieren muss. Auch Säuglinge können mit der Akne konfrontiert werden. Hier spricht man dann von der Acne neonatorum, besser bekannt als Neugeborenen-Akne bzw. Säuglingsakne. Im vorpubertären Alter, schon ab dem dritten Lebensmonat, kann es ebenfalls zu einer Form der Akne kommen. Sie wird als Acne infantum, in schweren Fällen als Acne conglobata infantum bezeichnet.

Akne bei Erwachsenen

Prinzipiell kann Akne in jedem Lebensalter auftreten. Die Acne tarda tritt vornehmlich im fortgeschrittenen Erwachsenenalter, ab der präpubertären Phase, nach dem 25. Lebensjahr auf. Als Hintergrund kommen hier zwar auch Hormonschwankungen infrage, nicht selten hat eine Akne im Erwachsenenalter jedoch ein Stoffwechselproblem als Ursache. Eine Sonderform der Akne bildet die Acne inversa, die sich erstmals im Pubertätsalter manifestieren kann und hauptsächlich die Bereiche der Terminalhaare im Achsel-, Leisten-, Genital- und Analbereich betrifft.

Judith Schomaker

 

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